Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs
Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs
Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs
Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs

Zentrales Beratungsgremium des Erzbischofs Diözesanpastoralrat

Diözesanpastoralrat

Der Diözesanpastoralrat ist das zentrale Beratungsgremium des Erzbischofs, in dem die Arbeit der anderen Gremien gebündelt wird. Entsprechend ist das Gremium zusammengesetzt; die 75 Mitglieder sollen als Multiplikatoren im Erzbistum wirken.

Aufgabe des Rates ist laut Kirchenrecht (can. 511 CIC) die Untersuchung und Beratung aller Fragen, die sich auf das pastorale Wirken in der Diözese beziehen. Hierzu werden Vorschläge für praktische Folgerungen erarbeitet.

Diözesanpastoralrat tagte in Bensberg

9. November 2019 (pek191109-dpi)
Neuausrichtung der Priesterausbildung – Wahlperiode des DPR – Reflexion der Regionalforen

Bensberg. Zu Beginn der Sitzung des Diözesanpastoralrates im Kardinal Schulte Haus in Bensberg begrüßte Generalvikar Dr. Markus Hofmann am Freitag nach einem geistlichen Einstieg die Mitglieder und Gäste des Diözesanpastoralrats (DPR) stellvertretend im Namen des Erzbischofs, Rainer Maria Kardinal Woelki, der an diesem Wochenende krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte.

Neuausrichtung der Priesterausbildung

Der Leiter der Hauptabteilung Seelsorge-Personal, Pfarrer Mike Kolb, informierte den DPR zum Auftakt über eine geplante Neuordnung der Priesterausbildung (siehe zweiter Teil dieser Nachricht) im Erzbistum Köln, deren Umsetzung sukzessive ab dem kommenden Wintersemester 2020/21 in der Verantwortung der beiden Ausbildungshäuser und dem Priesterseminar liege.

Auswertung der Wahlperiode des Diözesanpastoralrats

Am Freitagabend erfolgte zum Ende der Wahlperiode des Diözesanpastoralrats eine Reflexion der Beratungen in der aktuellen Zusammensetzung des Gremiums. Im ersten Halbjahr 2020 findet eine Neuwahl des DPR statt. In Gruppenarbeit fand ein Austausch über die Kommunikationskultur und das generelle Beratungsprocedere statt, das Ergebnis wurde anschließend im Plenum miteinander diskutiert und Wünsche für die nächste Wahlperiode formuliert.

Reflexion der Regionalforen

Der zweite Tag des Diözesanpastoralrats startete nach der Feier der Heiligen Messe mit einer Reflexion der drei Regionalforen. Bei den drei Veranstaltungen in Köln, Euskirchen und Düsseldorf wurde die "Zielskizze" der Aktuellen Etappe des Pastoralen Zukunftswegs (PZW) mit rund 1.400 Menschen im Erzbistum Köln diskutiert. Die Auswertung der Teilnehmer der Regionalforen sei hinsichtlich der Durchführung und Organisation zumeist positiv ausgefallen. Die Tage wurden als überwiegend "gelungen" bezeichnet. Im Hinblick auf die Zielskizze seien aber auch Bedarfe formuliert worden, die Inhalte dieser noch stärker in den Gemeinden des Erzbistums zu kommunizieren. Außerdem bestehe ein Informationsbedarf zum Umgang mit den Rückmeldungen der Regionalforen und dem weiteren Fortgang der Aktuellen Etappe.

Generalvikar Dr. Markus Hofmann erläuterte den Mitgliedern des DPR den weiteren Umgang mit den Ergebnissen der Regionalforen. Es müsse nun zu einer vielfach geforderten Konkretion der Inhalte der Zielskizze kommen. Man wolle deshalb bald mit ersten Pilotprojekten an einigen Stellen mit der Umsetzung beginnen, um Erfahrungen für künftige Umsetzungen zu sammeln.

Querschnitts-Themen ermittelt

Ein wichtiges Ergebnis aus den Rückmeldungen der Teilnehmer der Regionalforen sei zudem die Ermittlung von sogenannten "Querschnitts-Themen". Dabei handelt es sich um übergreifende Themen, die aus den Rückmeldungen aus den Regionalforen zusätzlich zu den inhaltsbezogenen Themen durchgängig häufig als wichtig benannt wurden. Diese Querschnitts-Themen werden in alle weiteren Erarbeitungen einfließen.

Sie lauten:

  • (1) Christusbegegnung als dem wiederum zentralen Querschnitts-Thema
  • (2) Ökumene
  • (3) Frauen in der Kirche,
  • (4) Jugendliche und junge Erwachsene,
  • (5) Pastorale Innovation und
  • (6) Wachstum.

Priester des Erzbistums Köln war trotz Verurteilungen wegen sexuellen Missbrauchs weiter im Einsatz

12. November 2019 (pek191112)

Köln/Münster/Essen. Ein Priester des Erzbistums Köln, der bereits 1972 wegen „fortgesetzter Unzucht mit Kindern und Abhängigen“ zu einer Haftstrafe verurteilt und 1988 wegen sexueller Handlungen an Minderjährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, wirkte dennoch über Jahrzehnte weiter als Priester in mehreren Bistümern. Das ergaben Nachforschungen im Erzbistum Köln und den Bistümern Münster und Essen. Der heute 85-jährige Priester ist seit 2002 im Ruhestand und inzwischen nicht mehr in der Seelsorge tätig.

Peter Frings, der Interventionsbeauftragte des Bistums Münster, war im Mai 2019 durch ein Schreiben auf den Fall aufmerksam gemacht worden. Das Erzbistum Köln hatte daraufhin der Rechtsanwaltskanzlei in München, die seit Anfang 2019 alle Fälle von sexuellen Missbrauch des Erzbistums untersucht, auch das Aktenmaterial der anderen Bistümer für diesen Fall zur Verfügung gestellt. Die Kanzlei soll prüfen, wer von den Verantwortlichen der betroffenen Bistümer worüber informiert war und wer welche Entscheidungen getroffen hat. 

Die genauen Ergebnisse der Untersuchung sollen im Frühjahr 2020 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der Interventionsbeauftragte des Erzbistums Köln, Oliver Vogt, zeigte sich erschüttert darüber, dass ein Priester, der zweimal rechtskräftig verurteilt wurde, dennoch weiter in der Seelsorge bleiben konnte. „Dieser Fall wirft in besonders bedrückender Weise Fragen auf, die gründlich aufgearbeitet werden müssen: Wie konnte man einen Priester, der sich des Missbrauchs schuldig gemacht hat, dennoch weiter in der Seelsorge arbeiten lassen? Wie konnte man ihn erneut in einer Pfarrei einsetzen?“

Die Aufarbeitung des Falls, so betonte Vogt weiter, habe man deshalb bewusst in unabhängige Hände gegeben. „Die Öffentlichkeit und insbesondere die Betroffenen haben ein Recht zu erfahren, wer in den Bistümern die Entscheidungen über einen weiteren seelsorglichen Einsatz zu verantworten hatte. Die Verantwortlichen werden nach Abschluss der Untersuchungen namentlich genannt. Sie haben große Schuld auf sich geladen und den Täterschutz und das Ansehen der Institution über den Schutz der Betroffenen gestellt.“

Der Priester war in den drei Bistümern an folgenden Orten und in folgenden Funktionen im Einsatz:

  • 12.02.1960 - 01.01.1964 Kaplan in Hl. Kreuz, Köln-Weidenpesch
  • 02.01.1964 - 12.02.1970 Kaplan in St. Josef, Köln Porz
  • 13.02.1970 - 01.03.1972 Pfarrer in St. Peter, Essen-Kettwig
  • 1973 Aushilfe in Bocholt/Lowick, St. Bernhard
  • 1974 – 1978 Schulabteilung Generalvikariat Münster mit Aushilfe in Westerkappeln ab 1975/ St. Margareta
  • 1978 - 1985 Pfarrverwalter in Petrus-Canisius, Recklinghausen
  • 1986 - 1988 Aushilfsseelsorger St. Bonifatius Moers-Asberg
  • 01.09.1989 - 31.03.2002 Altenheimseelsorger CBWK Clarenbachwerk Köln gGmbH
  • Juni 2002 – Juli 2015 Ruhestandsgeistlicher in St. Josef, Bochum-Wattenscheid

Die Akten aus den drei Bistümern, so betonte der Interventionsbeauftragte des Erzbistums Köln weiter, seien teilweise sehr lückenhaft. „Da wir nicht ausschließen können, dass es in allen drei Diözesen weitere Betroffene gibt, bitten wir darum, dass diese sich bei einer der beauftragten, externen Ansprechpersonen in den Diözesen melden.“

Ansprechpartner im Erzbistum Köln
Dr. rer. med. Emil Naumann: 01520 1642 394
Frau Hildegard Arz: 01520 1642 234

Ansprechpartner im Bistum Münster
Bernadette Böcker-Kock: 0151 6340 4738
Bardo Schaffner: 0151 4381 6695

Ansprechpartner im Bistum Essen
Angelika von Schenk-Wilms: 0151 5715 0084
Karl Sarholz: 0171 3165 928

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