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Mitgehen und begleiten Finanzbericht 2013

Fragen und Antworten zum Finanzbericht 2013

Der Finanzbericht umfasst in erster Linie den Jahresabschluss des Erzbistums und des Erzbischöflichen Stuhls. Beide Körperschaften werden seit Jahrzehnten gemeinsam geführt. Zusätzlich finden sich im Finanzbericht auch die Abschlüsse der weiteren zentralen Körperschaften im Erzbistum: Die Hohe Domkirche, das Metropolitankapitel (Domkapitel), das Priesterseminar sowie die vom Erzbistum verwalteten selbstständigen Stiftungen.

Die zur Verfügung stehenden Mittel setzt das Erzbistum für vielfältige Zwecke im Sinne des christlichen Auftrags ein. Jeden Tag gibt das Erzbistum rund zwei Millionen Euro aus – für konkrete Hilfe und Beratung in über 100 Beratungsstellen, in mehr als 650 Kindergärten für 41.000 Kinder, für Caritas-Projekte und natürlich die Gemeindeseelsorge.

 

Das in der Bilanz ausgewiesene Vermögen ist kein „eigenes Geld“. Es unterstützt die tägliche Seelsorgearbeit, dient der Deckung von Verpflichtungen in der Altersversorgung der Mitarbeiter und ist die Grundlage dafür, dass die Kirche wohltätige gesellschaftliche Aufgaben übernimmt. Denn vielfach ist Kirche dort präsent, wo andere Einrichtungen nicht oder nicht mehr tätig sind. Um dies dauerhaft zu gewährleisten, ist eine angemessene und solide Finanzierung erforderlich.

Der Überschuss im Jahr 2013 ist die positive Folge der guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Es ist eine große Verantwortung, die vorhandenen Mittel den richtigen Zwecken zuzuführen, denn das Erzbistum schafft und unterhält eine große Menge von Angeboten und Hilfen. Dazu gehört es auch, vorausschauend zu agieren. Denn in wenigen Jahren wird die Situation aufgrund der demografischen Entwicklung anders sein. Deshalb plant das Erzbistum vorsichtig. Wenn Überschüsse anfallen, werden sie für Investitionen und zur Vorsorge genutzt, unter anderem für Kindergärten und Schulen, die ausgebaut, modernisiert und damit zukunftsfähig gemacht werden.

Das wichtigste Gremium ist der Kirchensteuerrat mit insgesamt 31 Mitgliedern. Er beschließt den Wirtschaftsplan für den gemeinsamen Haushalt von Erzbistum und Erzbischöflichem Stuhl. Über die laufende Entwicklung des Wirtschaftsplans wird im Kirchensteuerrat regelmäßig berichtet. Das Gremium besteht zu mehr als zwei Dritteln aus gewählten Vertretern der Kirchenvorstände der Kirchengemeinden im Erzbistum. Der Jahresabschluss des Erzbistums wird von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft, die einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Kirchliche Schulen und Kindertagesstätten ergänzen das staatliche Angebot und dienen als Alternative zu vergleichbaren, in der Regel kommunalen Einrichtungen. Die öffentliche Finanzierung folgt dem Grundsatz, dass der Staat die gesellschaftliche Mitwirkung gemeinwohlorientierter Initiativen unterstützt und selbst möglichst nur dort agiert, wo ansonsten Angebote fehlen.

 

Das Erzbistum Köln trägt mit hohen Beträgen zur Finanzierung bei, indem es Gebäude zur Verfügung stellt und unterhält. Allein in den Ausbau der Kindertagesstätten, insbesondere für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren, hat das Erzbistum in den vergangenen sechs Jahren rund 200 Millionen Euro investiert. Der Beitrag des Erzbistums für die Schulen lag allein im Jahr 2013 bei rund 60 Millionen Euro.

Die Gemeinden geben jährlich Einsicht in ihre Jahresabschlüsse. In der Vergangenheit ist dies auf wenig Interesse gestoßen. Die Kirchengemeinden arbeiten daran, ihre Abschlüsse in Form von Bilanzen aufzubereiten und verständlich darzustellen. Das Erzbistum unterstützt sie dabei. So ist geplant, dass in den nächsten Jahren auch die Kirchengemeinden ihre Jahresabschlüsse in standardisierten Berichten präsentieren. Diese Aufbereitung braucht aber Zeit.