Ergebnisrechnung | Finanzbericht 2017

Ergebnisrechnung 2017

2017

2016

TEUR

TEUR

Erträge

Erträge aus Kirchensteuern

655.502,9

630.069,8

Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen

122.326,5

121.128,6

Sonstige Umsatzerlöse

41.908,2

43.701,6

Sonstige Erträge

40.723,1

64.807,2

860.460,8

859.707,1

Aufwendungen

Aufwendungen aus Zuweisungen und Zuschüssen

369.460,3

397.710,4

Personalaufwand

331.435,7

316.345,3

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

28.184,5

26.749,3

Sonstige Aufwendungen

124.257,3

118.045,0

853.337,8

858.850,0

Zwischenergebnis

7.122,9

857,1

Finanzergebnis

Erträge aus Beteiligungen

2.942,8

2.977,5

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

42.886,9

44.644,5

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

20,8

9.176,6

Abschreibungen auf Finanzanlagen

0,0

0,0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

23.694,3

20.921,3

22.156,1

35.877,2

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

29.279,1

36.734,3

Sonstige Steuern

178,1

179,7

Jahresüberschuss

29.101,1.0

36.554,7

Ergebnisverwendung

Gewinnvortrag

0,0

0,0

Entnahme aus Rücklagen

a) Entnahme aus der Rücklage für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

0,0

6.081,7

b) Entnahme aus der Ergebnisrücklage

785,9

0,0

Einstellung in Rücklagen

a) Einstellung in die Ausgleichsrücklage

0,0

0,0

b) Einstellung in die Bauerhaltungs- und Sonderrücklage

19.885,9

14.000,0

c) Einstellung in die Rücklage für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

6.788,8

24.014,5

d) Einstellung in die Ergebnisrücklage

3.212,1

4.594,9

Bilanzgewinn

0,0

0,0

Die Ergebnisrechnung (Gewinn-und-Verlust-Rechnung) des Erzbistums Köln führt die Erträge und Aufwendungen des gesamten Wirtschaftsjahres auf. Aus der Differenz zwischen den Erträgen und den Aufwendungen ergibt sich das Jahresergebnis.

Kirchensteuer

Die größte Ertragsposition bleibt wie in den vergangenen Jahren die Kirchensteuer aus den in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz gelegenen Regionen des Erzbistums. Von diesen Einnahmen sind die Erhebungskosten sowie die nach dem sogenannten Clearingverfahren durchgeführte Weiterverrechnung von Kirchensteuererträgen an andere Bistümer abzuziehen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Erträge aus Kirchensteuern um 4,0 Prozent auf 655,5 Mio. Euro (Vorjahr: 630,1 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der Erhebungskosten der Finanzämter, Auflösung von Rückstellungen und Erlassen verbleiben 626,4 Mio. Euro, die für die Aufgaben des Erzbistums verfügbar sind.

Zuweisungen und Zuschüsse

Der zweitgrößte Ertragsposten sind die Zuweisungen und Zuschüsse. Sie resultieren überwiegend aus Zuschüssen des Landes Nordrhein-Westfalen und belaufen sich insgesamt auf 122,3 Mio. Euro (Vorjahr: 121,1 Mio. Euro). Die Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen entfallen zu fast 98 Prozent auf die Personal- und Sachkosten der vom Erzbistum getragenen staatlich genehmigten Ersatzschulen. In den Zuweisungen und Zuschüssen sind auch Staatsdotationen in Höhe von 3,0 Mio. Euro enthalten, unter anderem für die Besoldung von kirchlichen Bediensteten.

Sonstige Erträge

Seit dem Berichtsjahr 2016 wird die Position „Sonstige Umsatzerlöse” aufgrund gesetzlicher Vorgaben des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes in die Ergebnisrechnung aufgenommen. Dazu gehören im Wesentlichen Mieterträge (15,5 Mio. Euro), Erstattungen von Personalkosten (9,3 Mio. Euro) und Beherbergungserträge (9,2 Mio. Euro). Die hier ausgewiesenen Erträge wurden bis einschließlich 2015 unter den sonstigen Erträgen erfasst.

Unter die Position „Sonstige Erträge” fallen im Wesentlichen Auflösungen von Pensions-, Beihilfe- und Kirchensteuerclearing-Rückstellungen in Höhe von 22,5 Mio. Euro sowie Erträge aus den Rückforderungen von Zuwendungen und Zuschüssen in Höhe von 9,5 Mio. Euro.

Des Weiteren umfassen die sonstigen Erträge unter anderem

  • sonstige Erstattungen (2,6 Mio. Euro),
  • Erbschaften und Schenkungen (2,1 Mio. Euro),
  • Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens (1,1 Mio. Euro)
  • sowie aus Spenden und Kollekten (1,1 Mio. Euro).

Insgesam sanken die sonstigen Erträge gegenüber dem Vorjahr von 64,8 Mio. Euro auf 40,7 Mio. Euro. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Sondereffekten des Vorjahres, nämlich dem Erstattungsanspruch „Sanierungsgeld“ (28,8 Mio. Euro) sowie aus dem Zinsänderungseffekt von Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen (7,0 Mio. Euro), die im Berichtsjahr weggefallen sind. Die im Vergleich zu 2016 höheren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus den Rückforderungen von Zuwendungen und Zuschüssen konnten diesen Rückgang im Jahr 2017 nicht kompensieren.

Zuweisungen und Zuschüsse

Die mit Abstand größte Position beim Aufwand sind Zuweisungen und Zuschüsse, die das Erzbistum an Kirchengemeinden, Kindertagesstätten, die Caritas und andere Hilfs- und Seelsorgeeinrichtungen gibt. Sie belaufen sich 2017 auf 369,5 Mio. Euro und liegen damit um 7,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um rund 28,3 Mio. Euro ist vor allem auf geringere Zuweisungen an Kirchengemeinden und Kindertagesstätten für Bau- und Bauerhaltungsmaßnahmen zurückzuführen. Grund dafür sind vor allem größere, in 2016 finanzierte Maßnahmen, die im Berichtsjahr 2017 nicht in vergleichbarer Höhe angefallen sind. Demgegenüber sind die Bedarfszuweisungen leicht angestiegen.

Im Rahmen der Aufwendungen aus Zuweisungen und Zuschüssen erhöhten sich die Zuweisungen für den Diözesan-Caritasverband 2017 um 4,9 Prozent auf 56,3 Mio. Euro. Die Aufwendungen für überdiözesane Aufgaben, Mission, Weltkirche sowie Entwicklungs- und Katastrophenhilfe gingen dagegen von 47,0 Mio. Euro auf 45,7 Mio. Euro zurück.

Des Weiteren wurden zur Schließung der Deckungslücke der Kirchlichen Versorgungskasse (KZVK) 4,4 Mio. Euro aufgewendet. Auf die Flüchtlingshilfe entfielen 2017 Zuweisungen und Zuschüsse von rund 2,0 Mio. Euro, wobei dieser Betrag lediglich die Direktaufwendungen für die Flüchtlingshilfe darstellt. Hinzu kommen diverse Aufwendungen in anderen Aufgabenbereichen, die unter anderem durch zusätzliche Personalkapazitäten in den Seelsorgebereichen und über die Caritasverbände anfielen. Insgesamt hat das Erzbistum für die Flüchtlingshilfe rund 7,5 Mio. Euro aufgewendet. Außerdem wurden im Rahmen der Flüchtlingshilfe investive Mittel in Höhe von 5,9 Mio. Euro für Wohnprojekte bereitgestellt.

Personal

Die zweitgrößte Position bei den Aufwendungen sind die Personalkosten, die 2017 einen Anstieg von insgesamt 4,8 Prozent verzeichneten. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahm gegenüber dem Vorjahr um 44 auf 4.459 zu. Davon entfielen auf die erzbischöflichen Schulen 2.015 Beschäftigte; 943 arbeiteten im pastoralen Dienst. Löhne und Gehälter stiegen um rund 10 Mio. Euro, wobei in allen Besoldungs- und Vergütungsgruppen Erhöhungen zu verzeichnen waren. Des Weiteren nahm der Aufwand für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung um insgesamt rund 5,1 Mio. Euro zu. Dieser Anstieg resultiert unter anderem aus höheren Sozialabgaben, geringeren Beiträgen für die KZVK sowie der Nachbewertung von Beihilfeverpflichtungen und Pensionsrückstellungen aufgrund der Änderung der anzuwendenden Diskontierungszinssätze.

Abschreibungen und sonstige Aufwendungen

Das Volumen der Abschreibungen stieg 2017 auf 28,2 Mio. Euro, ausschließlich für planmäßige Abschreibungen.

Die sonstigen Aufwendungen entfallen unter anderem auf die Hebegebühren für den Einzug der Kirchensteuer durch die Finanzämter (27,2 Mio. Euro) sowie auf Instandhaltungsaufwendungen (16,1 Mio. Euro) und EDV-Leistungen (10,6 Mio. Euro). Weitere Aufwendungen betreffen Mieten, Versicherungsbeiträge, Energiekosten, Wartungskosten, allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie Porto, Telefonkosten und anderes.

Insgesamt nahmen die sonstigen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um rund 6,2 Mio. Euro zu. Dabei erhöhten sich die Hebegebühren der Finanzverwaltung um rund 1,3 Mio. Euro, die Instandhaltungskosten für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens um rund 2,4 Mio. Euro und Aufwendungen für Kirchensteuererlasse um rund 2,7 Mio. Euro.

In das Finanzergebnis fließen auch die Ergebnisabführungen der Beteiligungen ein. Ertragsrelevant sind dabei lediglich die beiden Wohnungsbaugesellschaften Rheinwohnungsbau GmbH und Aachener Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH, die im Jahr 2017 zusammen rund 3,0 Mio. Euro an das Erzbistum abführten.

Aus den Wertpapieren des Anlagevermögens einschließlich der Investmentfonds wurde eine Gesamtverzinsung von 3,2 Prozent auf das angelegte Vermögen erzielt. Davon wurde ein Teilbetrag in Höhe von 42,9 Mio. Euro als Ertrag vereinnahmt. Das entspricht einer Ausschüttungsrendite von 1,6 Prozent. Die verbleibenden Ertragsanteile wurden thesauriert, um die Risikotragfähigkeit zu stärken.

Sonstige Zinsen fielen 2017 nur in geringem Umfang an, nachdem im Vorjahr einmalig Zinsen aus der Rückerstattung des Sanierungsgeldes durch die KZVK in Höhe von 9,1 Mio. Euro vereinnahmt wurden.

Im Jahr 2017 wurden keine Abschreibungen auf Finanzanlagen vorgenommen.

Geschmälert wird das Finanzergebnis durch den Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Darlehen, die sich im Jahr 2017 auf 23,7 Mio. Euro belief. Insgesamt ergibt sich ein Finanzergebnis von 22,2 Mio. Euro (Vorjahr: 35,9 Mio. Euro).

Aus dem operativen Ergebnis und dem Finanzergebnis ergibt sich nach Steuern ein Jahresüberschuss von 29,1 Mio. Euro. In die Bauerhaltungsrücklage wurden nach einer Entnahme von 0,8 Mio. Euro unter Berücksichtigung der Entwicklung des Baupreisindexes rund 19,9 Mio. Euro eingestellt. Des Weiteren wurden aus dem Jahresüberschuss 6,8 Mio. Euro in die Pensionsrücklage eingestellt.

Die verbleibenden 3,2 Mio. Euro wurden der Ergebnisrücklage zugeführt.