Wirklichkeitsdiffusion - Ausstellung

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Eröffnungsreden Ausstellung Museum Zons

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Minerva Letzte Arbeiten

Wirklichkeitsdiffusion
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Wirklichkeitsdiffusion Kreismuseum Zons Plakatmotiv

Kreismuseum Zons
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Kreismuseum Zons Aufbau Ausstellung

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Wirklichkeitsdiffusion Große Halle

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Wirklichkeitsdiffusion Kreismuseum Zons Letzter Blick

Museum Zons
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Museum Zons Vor der Eröffnung

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Wirklichkeitsdiffusion Kreismuseum Zons Bild & Abbild

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Wirklichkeitsdiffusion Kreismuseum Zons Kunstunterricht

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Wirklichkeitsdiffusion Kreismuseum Zons Ausstellung

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Museum Zons Bildnisse

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Wirklichkeitsdiffusion Kreismuseum Zons Kunstunterricht

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Wirklichkeitsdiffusion Kreismuseum Zons Schülerarbeit

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Kunst macht Schule

Schule ist mehr als Unterricht und Bildung ist mehr als Schule

Hier gilt dem Kreismuseum Zons ein besonderer Dank, weil es die Möglichkeit bot, die Werke der Schülerinnen in einem glanzvollen Rahmen zu präsentieren.

 

Unsere Bilder lügen! - Wirklichkeitsdiffusion
Eine Ausstellung des Kunst-Leistungskurses "MINERVA"
14.9. - 14.10.2018 

Wir machen Sport, lernen Sprachen, beschäftigen uns mit Naturwissenschaft und Religion und lernen alles mit heißem Bemühen. Wenn wir aber malen, zeichnen, Kunst machen, wissen wir, dass wir im Gegensatz zur Wissenschaft lügen. Wir geben aber auch nicht vor, die Wahrheit zu wissen.

Bilder haben keinen Wahrheitsgehalt

Bilder sind Medien in dem Sinne, dass sie, wie andere Medien auch, etwas wiedergeben, was sie nicht selbst sind. Gerhard Richter: "Bilder stellen etwas dar, was sie nicht sind". RP vom 07.07.18

Was etwas wiedergeben will, kann nicht selbst das sein, was es wiedergibt. Also sind Medien von dem, was sie wiedergeben, verschieden; und sobald Medien wahrgenommen werden, stehen sie gleichsam in der Mitte zwischen dem Wiedergegebenen und dem Wahrnehmenden: Auf eben diese Mittelstellung verweist auch der Begriff des Mediums (medium = das Mittlere). Das wiederum hat zur Folge, dass Medien niemals vollkommen transparent auf das Wiedergegebene sein können, dass sie sich vielmehr an irgendeiner Stelle selbst, d. h. in ihrer eigenen Beschaffenheit, ins Spiel bringen.

Begrüßungsrede der Museumsleiterin Hahn

„Ich möchte Sie alle sehr herzlich hier im Kulturzentrum Zons begrüßen.(…) Es freut mich sehr, dass Sie heute Abend hier nach Zons gekommen sind, um gemeinsam die Ausstellung „Unsere Bilder lügen! Wirklichkeitsdiffusion" zu eröffnen.

Über diese Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum freue ich mich sehr. Mit dem Gymnasium Marienberg und auch Herrn Olaf Gruschka ist es nun schon das dritte gemeinsame Projekt. Und Sie kennen ja alle die bekannte Regel: alles, was man im Rheinland dreimal macht, ist Tradition, so dass wir schon vorweg nehmen können: dies wird bestimmt nicht die letzte gemeinsame Ausstellung gewesen sein.

(…)

Wie bereits bei unserem letzten Projekt war auch diesmal das Ziel, den Schülerinnen nicht nur ein anderes Forum, eine neue und großzügigere Präsentationsmöglichkeit als in der Schule zu bieten, sondern sie aktiv in den Prozess des Aufbaus und der Präsentation mit einzubeziehen. Denn Kunst machen und Kunst zeigen sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Dazu waren die Schülerinnen bereits im Vorfeld im Museum. Sie lernten die Räume kennen und konnten aufgrund der Gegebenheiten vor Ort bereits eine Vorauswahl ihrer Werke treffen. Am Tag des Aufbaus waren 14 der jungen Künstlerinnen aktiv beteiligt. Sie legten etwa die Anordnung der Bilder fest oder machten sich auch an die unangenehme Aufgabe des Aussortierens, als sich nicht für jedes Bild ein Platz fand. Zudem mussten für die drei verschiedenen Räume, in denen die Ausstellung präsentiert wird, auch die Objekte gefunden werden, die jeweils am besten passen. (…)

Lesen Sie die gesamte Rede der Museumsleiterin

 

Schule ist mehr als Unterricht. So ist Schule unter anderem:

  •           ein Raum der Kirche
  • ·         eine Institution der Vergabe von Berechtigungen
  • ·         ein Schonraum für Kinder und Jugendliche
  • ·         ein Schutzraum für Kinder und Jugendliche
  • ·         ein Arbeitsplatz für viele Berufe
  • ·         ein Ort der Begegnung von Generation
  • ·         ein Ort systematischen Lehrens und Lernens
  • ·         ein Ort der Begegnung mit Gleichaltrigen (Peer Group)
  • ·         eine Instanz der Selektion
  • ·         ein Ort der Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung
  • ·         eine Sozialisationsinstanz
  • ·         ein Ort der Befreiung vom Elternhaus
  • ·         ein Ort der Anerkennung und Demütigung
  • ·         ein Ort, der in einer entscheidenden Lebensphase einen sehr hohen Zeitanteil in Anspruch nimmt
  • ·         ein gestalteter räumlicher Kontext.

Rede der Schülerinnen

Die Schule ist eine komplexe Lebenswelt eigener Art, die, wenn sie gelingen soll, als Schule der Sinne verstanden werden muss.

Dies spiegelte sich auch in der Rede der Schülerinnen, die sich freuten eine Kunstausstellung der  Kunstleistungskurse unter der Leitung von Herrn Gruschka, hier im Kreismuseum Zons ermöglicht zu sehen.

„Dies spricht für die hohe Wertschätzung, die man im Kulturbereich des Rheinkreises Neuss und der Stadt Neuss dem künstlerischen Leistungsniveau des Gymnasiums  Marienberg entgegenbringt, dies zeugt auch vom Vertrauen der verantwortlichen Museumsleiterin, Frau Hahn und ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiterin, Frau Rangol,  die daran glauben, dass gerade dieser besondere, museale Ort des Hauses  geeignet ist, Menschen aller Schichten und mit unterschiedlichsten Interessen hier mit den ausgestellten Werken jüngerer Menschen zum Thema „ Wirklichkeitsdiffusion“ zu konfrontieren und mit ihnen in einen Dialog zu treten“.

Vivien Sondej und Maike John führten in ihrer Rede weiter aus, zunächst mit den teilnehmenden Schülerinnen eine Gruppe darzustellen,  von denen die allerwenigsten Künste studieren werden. Vielleicht dürfe man aber davon ausgehen, dass kunstaffine Berufsinteressen im weiten Fokus stehen.

 

Viven Sondej: „Es tut gut, dies so zu benennen, denn Kunst ist unverzichtbarer Teil der Bildung und Schule ist nicht gleichbedeutend mit Ausbildung.

 

Kunst, so unser Kunstlehrer, Olaf Gruschka sei nicht der Müßiggang schöner Bastelstunden, deren Produkte Beifall hervorrufen sollen. Dies sei im Ereignisfall  vielmehr verdächtig, weil es dann nicht gelungen sei, den Bewusstseinsprozess Kunst in Gang zu halten.

Nur Erwartungen bedienen sei nicht genug.

Zeitungskritik

In der NGZ las man am nächsten Morgen in einem Artikel von M. Koch:

„Ein vermeintlich perfekt realitätsgetreues Bild zu verändern und zu entfremden – genau das war die Herausforderung der im Rahmen des Kunst-Leistungskurses am Erzbischöflichen Gymnasium Marienberg in Neuss behandelten Wirklichkeitsdiffusion. Was dabei herausgekommen ist, kann jetzt im Kreismuseum Zons besichtigt werden.

Am Anfang war es wie eine Art Barriere, das als fertig angedachte Bild noch weiter zu verändern“, erläutert eine Schülerin. Zunächst hatten die Jugendlichen damit begonnen, realitätsgetreue Porträts zu zeichnen. Hierbei sollte die Wirklichkeit so nah wie möglich getroffen werden. Daraus entwickelte sich schließlich - in Anlehnung an den Künstler Gerhard Richter - die Idee, sich von dem Wahren loszulösen. Getreu dem Motto ‚Kunst ist frei’ wurden die Selbst- und Fremdporträts mit Schleifmaschine, Schwämmen, Lappen, schmutzigen Pinseln oder Fingern bearbeitet.

 

Unterstützt wurden die Schülerinnen in ihrem Schaffensprozess von Lehrer Olaf Gruschka, so M Koch von der NGZ,  Er beschreibe die Kunst als etwas Zufälliges: „Man weiß nie, was am Ende rauskommt.“

Der Kunstraum für die Schülerinnen des Neusser Mädchen-Gymnasiums , so die NGZ weiter, stehe immer offen, so dass es den Schülerinnen  möglich war, auch in ihren Freistunden an ihren Bildern weiterzuarbeiten. Ganz auf sich alleine gestellt waren sie jedoch nie. Neben Hilfestellungen vonseiten ihres Lehrers sei es für sie ganz selbstverständlich, sich untereinander zu helfen und zu inspirieren. „Wenn man mal nicht weiter kam, hat man sich einfach Hilfe dazu geholt und gemeinsam an dem Bild weitergearbeitet“, beschreiben die Schülerinnen ihren Schaffensprozess. Demnach sind bei der Ausstellung nicht nur Einzelwerke zu sehen, sondern auch zahlreiche gemeinsam entstandene Bilder.

Lesen Sie den gesamten Artikel in der NGZ hier

Wir haben uns befreit

Wir haben uns davon befreit, etwas Nützliches darstellen zu wollen und malen ungehemmt alles, was uns gefällt und auch den Vorgaben des Zentralabitur entspricht. Der Maler Gerhard Richter ist ein fester Bestandteil curricularer Vorgaben. Die unterrichtliche Erarbeitung seiner Absichten, Bilder und philosophischer Ansichten haben uns inspiriert.

Wider die Sprache

Gezeigt werden Bilder aus dem Schulleben, schulische Porträts und inszenierte Situationen. Unsere Bilder und Zeichnungen kreisen um uns selbst. Wir beschäftigten uns künstlerisch mit unserer unmittelbaren Geschichte. Wir und Schule.

"Pssst, sei ganz still", signalisieren unsere Bilder und fordern schweigendes Staunen, das so natürlich nicht geduldet wird. Das künstlerische Sehen verhält sich zur Kritik und zur sprachlich geprägten Bildung wie das Löschblatt zur Tinte - es hat sie in sich aufgesaugt und ausgelöscht.

Bilder mit der Schleifmaschine

Schülerinnen: "Wir begannen immer mit Fotografien, die miteinander kombiniert wurden. Unsere Malerei war beinahe Meditation. Freigesetzt von der Verpflichtung, bewusst ein Bild konstruieren zu müssen und an Proportionen, Perspektivität und Raumaufbau zu denken, gaben wir uns der selbst gewählten Vorlage hin und entdeckten im Malprozess ihre bildnerische Logik. Danach beschäftigten wir uns mit dem Genre des Selbstporträts. Am Anfang rangen wir noch mit der Technik, aber dann lösten wir uns von der fotografischen Qualität. Die Einschreibung des Unperfekten, Deformierten, Geschundenen und Verlebten ins Bildgeschehen interessierte uns.

Wir verwendeten Schwämme, Lappen, schmutzige Pinsel und auch die Finger und bearbeiteten die Zeichnungen mit der Schleifmaschine.

Vor dem Einfall kommt der Zusammenfall

Wenn es mal nicht mehr weiterging, durfte die Farbe auch über das Bild gegossen werden, um einen Neuanfang zu initiieren. In der Hoffnung auf den Einfall praktizierten wir zunächst den Zusammenfall des Bildes.

Freigestellt von der Verpflichtung affirmative Wahrheiten zu verkünden, konnten sich unsere Bilder darauf spezialisieren, die anerkannten, Schönheit verheißenden Diskurse mit alternativen Realitätsversionen zu konfrontieren.

Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, den 14. September 2018, um 19:00 Uhr in der Nordhalle, KulturZentrum Zons, statt.

-gru-